Eigentlich hatte ich ja gedacht, ich sehe mir “Der Da Vinci Code” nicht an, das Buch hab ich schliesslich auch nicht gelesen. Aber dann habe ich mich doch überzeugen lassen, dass man sich ja eine eigene Meinung eigentlich nur bilden kann, wenn man entweder den Film gesehen oder das Buch gelesen hat. An dieser Stelle vielen Dank an Marius… der Film war wirklich toll.
Nein, bitte nicht falsch verstehen, natürlich haben die anderen Kritiken Recht, wenn sie sagen, der Film ist langweilig (hier mal ein Beispiel), Tom Hanks uninspiriert und so weiter. Aber wenn man sich weniger auf die filmische Leistung und mehr auf die Story konzentriert, dann kann ich eigentlich nur meinem Begleiter zustimmen: “Beste Komödie seit langem”. Ein gewisses Unverständnis beschleicht mich allerdings, warum die deutsche Übersetzung des Buchtitels eigentlich unbedingt “Sakrileg” enthalten musste. Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist es doch (ähnlich wie bei der seltsamen MTV Serie “Popetown”) einfach so, dass die Story viel zu dumm ist, um in irgendeiner Weise der Gotteslästerung verdächtig zu sein. Vielmehr möchte man sich wundern, wie irgendjemand auf die Idee kommen kann, dass daran irgendetwas ernstzunehmen ist. Für mich als Christ war es jedenfalls sehr erfrischend… manchmal kommt es ja vor, dass man auch als Christ etwas in Zweifel verfällt, aber wenn man dann mitbekommt, dass es Leute gibt, die sowas für bare Münze nehmen…
Es ist ein bisschen so, wie ein Freund mir vor einiger Zeit von einem Mädchen erzählte, die meinte, aus intellektuellen Gründen nicht an Gott glauben zu können… “aber sie glaubt an Horoskope”.
Die Welt zu Gast bei Freunden - Kommentare deaktiviert
Ein schönes Motto eigentlich für die Fußball-WM (oder nach offizieller FIFA Schreibweise: Fussball-WM, denn in der Schweiz kennt man kein ß). Warum ist man überhaupt erst jetzt auf dieses Motto gekommen? So fühlen sich die Gegner der deutschen Nationalmannschaft, sofern sie nicht gerade Liechtenstein oder Burkina Faso heißen, doch eigentlich schon lange – zu Gast bei Freunden eben. Ich meine, mit so einem Motto kann das doch mit dem Sieg bei der WM nichts werden, denn als Gastgeber und noch dazu als Freund lässt man doch dem Gegner brav den Vortritt. Wenn wir wirklich gewinnen wollten, wäre doch “zu Gast bei Gegnern” besser gewesen… aber da hätten die Brasilianer wahrscheinlich so sehr gelacht, dass das als unsportliches Verhalten der Deutschen ausgelegt worden wäre.
In einem Monat also geht’s los und gestern abend durfte ich es noch im Fernsehen beim Hochquotensender N24 sehen, worum es wirklich geht: “Wir freuen uns auf die Spiele und vor allem auf den vielen Alkohol, den wir dann trinken werden”… und das von jemandem, der nicht so aussah, als ob er im Leben jemals einen Grund gebraucht hätte, sich nach Kräften zu besaufen. Und auch das WM-OK hatte ein Einsehen und zu den Vorrundenspielen wird es Bier in den Stadien geben, sogar mit Alkohol drin. Aber nur einen Liter pro Person. Wie sie das wohl nachhalten wollen? Ich finde ja, die Begrenzung ist unnötig, man könnte doch stattdessen für jedes getrunkene Bier eine Markierung auf die Stirn stempeln – das macht’s der Polizei dann später bei Randale einfacher, die härtesten Suffköppe ausfindig zu machen… immer nur auf die Stirn sehen, da steht’s ihnen geschrieben. Und das ist es doch auch, worum es beim Fußball wirklich geht… wen interessiert schon das Ergebnis?
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Wenn Werbung wehtut - Kommentare deaktiviert
Gestern hab ich sie wieder gesehen, diese Werbung, bei der ich mir ein hysterisches Lachen nur sehr mühsam verkneifen kann. Dass dafür einer der Agentur Geld bezahlt hat… unglaublich. Ach, welche Werbung ich meine? Ist doch klar, oder? TwinStar von AXA natürlich. Na Sie wissen schon, wo erst ein paar niedliche Kinder dumme Sachen machen und dann dieser schmierige Typ das alles auch macht, weil er dank TwinStar von AXA seine Kindheit wiederentdeckt hat, oder so.
Er macht sich halt einfach um nichts mehr Sorgen – sollte er aber. Zum Beispiel darüber, dass er mit nassen Klamotten einfach zum Kotzen aussieht. Vor allem aber über diese merkwürdige Geste, die er nach jedem erfolgreichen “Abenteuer” elegant aus der Hüfte feuert und dabei ein Gesicht zieht, wie man’s sonst nur in schlechten Softpornos nach Mitternacht auf VOX sieht. Und ich dachte immer, Witze über Behinderungen wären in der deutschen Werbung noch ein Tabuthema.
Mal ernsthaft, was haben sich die Werber dabei gedacht? Mit der Geste hat sich doch schon ein Herr Ackermann extrem umbeliebt gemacht – und bei dem hatte sie wenigstens noch einen gewissen Stil und wirkte nicht ganz so, als ob der Typ gerade einen Schlaganfall bekommt. Was will mir diese Werbung also wirklich sagen? Es geht um Altersvorsorge, so viel weiss ich mittlerweile (ich geb’s zu, ich hab’s auf der Webseite nachgelesen) – aber was nützt mir die, wenn ich wegen meines unkontrollierten Verhaltens ohnehin lange vor der Auszahlung in der Klapse lande?
Es ist schade… aus dem Namen TwinStar hätte man doch so viel machen können. Vor meinem inneren Auge denke ich an gutaussehende Zwillingsmädels, die… naja, lassen wir das
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